Stick-Slip-Effekt

Der Stick-Slip-Effekt wird in vielen Zusammenhängen erwähnt. Nicht immer ist er erwünscht, so wie bei dem Beispiel der gestrichenen Violine im diesem Video.

Die Bezeichnung Stick-Slip leitet sich vom englischen stick ‚haften‘ und slip ‚gleiten‘ ab.

In dem Video, welches mit einer Hochgeschwindigkeitskamera aufgenommen wurde, kann man sehr schön sehen, wie die sogenannte Helmholtz-Bewegung die Saite der Violine zum Schwingen bringt.

Das dabei entstehende Geräusch ist in diesem musikalischen Kontext natürlich nicht als störend einzuordnen sondern der erwünschte Effekt.

Dieser Haft-Gleit-Effekt oder auch selbsterregte Reibschwingung tritt auf, wenn zwei Körper bzw. deren Oberflächen sich gegeneinander bewegen und das sogenannte Ruckgleiten auftritt.

Dieses Ruckgleiten kann man sehr gut in dem Video links beobachten. Man sieht deutlich, die Bewegungsabfolge aus:

  • Haften
  • Verspannen
  • Trennen
  • Abgleiten

der gekoppelten Oberflächen.

In technischen Anwendungen ist der Stick-Slip-Effekt meist unerwünscht. Er erzeugt Störgeräusche, die oft als unangenehm wahrgenommen werden. Diese Störgeräusche werden im technischen Zusammenhang oft als Squeak and Rattle bezeichnet.

Desweiteren führt der Stick-Slip-Effekt, der auch schon mal als Stick-Slip-Phänomen bezeichnet wird, zu Materialermüdung sowie Abrieb und Verschleiß.